Die CNS erstattet gut, aber nicht alles: 88 % der Konsultationen beim Haus- oder Facharzt (100 % unter 18), 80 % bei Zahnprothesen (100 % nur mit nachgewiesener jährlicher Vorsorgeuntersuchung in den zwei Vorjahren), und bei der Optik ein Gestell mit 30-€-Obergrenze alle drei Jahre. Einzelzimmer im Krankenhaus, Honorarüberschreitungen und ein Großteil von Zahn- und Augenleistungen bleiben Eigenanteil — genau hier setzen die Zusatzversicherungen an.
Zwei Modelle konkurrieren: Die Mutualität (CMCM) arbeitet ohne Gesundheitsfragen und Altersgrenze, versichert die ganze Familie ohne Aufpreis mit und kennt nur eine Wartezeit von 3 Monaten; ihre Stufen (Régime Commun, Prestaplus, Denta & Optiplus) reichen bis 3.500 €/Jahr für Zahnprothesen und 1.000 € pro Auge für Laserchirurgie. Private Versicherer prüfen die Gesundheit, bieten dafür höhere Obergrenzen: DKV (LALUX-Gruppe) bis zur ersten Klasse mit Chefarzt, 500 € Optik alle 2 Jahre und 3.000 € Laser im Tarif EASY HEALTH; Foyer bietet medicis als hospi+ (Krankenhaus) und confort (inklusive Alltagsleistungen); AXA gliedert OptiSoins in Start, Active und Privilège — Neugeborene sind im ersten Jahr gratis mitversichert.
Steuerlich: Prämien der Zusatzkrankenversicherung sind als Sonderausgaben (Art. 111 L.I.R.) bis 672 € pro Jahr und Person des Steuerhaushalts absetzbar — Mutualitätsbeiträge eingeschlossen.
Die wirklich entscheidenden Kriterien
- Gesundheitsprüfung: keine bei CMCM; Fragebogen bei DKV, Foyer und AXA.
- Wartezeiten: meist 3 Monate, bis zu 8 Monate für Zahn, Entbindung und Psychotherapie bei DKV — bei Vorversicherung oft erlassen.
- Obergrenzen Zahn und Optik: hier unterscheiden sich die Angebote am stärksten.
- Einzelzimmer: der häufigste Abschlussgrund — Bedingungen prüfen (Chirurgieklasse, alternative Tagegeld-Leistung).
- Auslandsdeckung: freie Krankenhauswahl in Europa bei Foyer medicis, internationale Assistance bei CMCM.