Krankenversicherungen in Luxemburg im Vergleich

Ein Überblick über die wichtigsten Zusatzkrankenversicherer in Luxemburg - Gegenseitigkeits- und Privatoptionen zur CNS-Ergänzung.

Wichtigste Krankenversicherer

CMCM

Solidarische Gegenseitigkeit
  • Größte Gegenseitigkeitsversicherung Luxemburgs: 140.000+ Mitgliedsfamilien
  • Kein Gesundheitsfragebogen erforderlich, jeder wird aufgenommen
  • Kein Zuschlag für Familienmitglieder, einheitlicher Familienbeitrag
  • Drei Stufen: Régime Commun, PrestaPlus, Denta & OptiPlus

DKV

LALUX Gruppe
  • Drei Formeln: Compact Health, Plus Health und Easy Health
  • Easy Health: Augenlaserchirurgie bis 3.000 €, Alternativmedizin, BEST CARE+ inklusive
  • Plus Health: Optik bis 500 €/2 Jahre, TRAVEL+ und BEST CARE+ inklusive
  • easyAPP Mobil-App für sofortige Erstattungen

Foyer

Individuell anpassbar
  • Tiefgreifende Expertise bei CNS-Erstattungslücken
  • Anpassbare Gesundheitsmodule im mozaik-Ökosystem
  • Zahn-, Optik- und Einzelzimmer-Optionen
  • Integriert in das Foyer-Portfolio für Mehrvertragsrabatte

AXA

Drei Formeln
  • „OptiSoins“ mit drei Formeln: Start, Active, Privilège
  • Privilège: volle Erstattung auch wenn die CNS nicht zahlt
  • Post-Hospitalisierungsdienste: Kinderbetreuung, Nachhilfe, Haushaltshilfe, Tiersitting
  • Neugeborene ab Geburt kostenlos versichert, Grenzgänger berechtigt

Vergleich zuletzt aktualisiert im Juli 2026, auf Basis der öffentlichen Unterlagen der Versicherer. Unsere Methode: Wir lesen die öffentlichen Unterlagen jedes Versicherers, vergleichen Garantien, Optionen und Ausschlüsse und fassen die wirklich relevanten Unterschiede zusammen. Wir sind unabhängig und kein Versicherer.

Was kostet eine Krankenzusatzversicherung in Luxemburg?

Zwei Preislogiken existieren nebeneinander: Die Mutualität CMCM erhebt einen Beitrag pro Haushalt, gestaffelt nach dem Alter beim Beitritt (36,73 €/Monat im öffentlichen Rechner für die Formel Régime Commun + Prestaplus, Altersgruppe 30-39, Ehepartner und Kinder beitragsfrei mitversichert), während Privatversicherer (DKV, Foyer, AXA) jede Person nach Alter tarifieren. 2026 beobachtete Spannen:

Profil Beobachtete Spanne Deckungsniveau
Junge Berufstätige (18-30) 20-45 € / Monat Basisdeckung.
Berufstätige (30-45) 40-80 € / Monat Mittlere Deckung.
Senior (60+) 100-200 € / Monat Erweiterte Deckung.
Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) 60-250 € / Monat Ein Beitrag bei CMCM gegenüber einer Prämie pro Person bei Privaten.

Indikative Spannen, erhoben im August 2026 aus öffentlichen Tarifrechnern der Versicherer und Marktführern. Ihre tatsächliche Prämie hängt von Ihrem Profil und den gewählten Leistungen ab, fordern Sie ein persönliches Angebot an.

Preiserhebung: August 2026 · Quellen: CMCM : simulateur d’affiliation · DKV Luxembourg

Besonderheiten des luxemburgischen Marktes

Luxemburg verfügt über ein obligatorisches öffentliches Gesundheitssystem durch die CNS (Caisse Nationale de Santé), die 80-95 % der Arztkosten erstattet. Die ergänzende Krankenversicherung deckt die verbleibende Eigenbeteiligung und bietet zusätzliche Leistungen, insbesondere Zahn, Optik und Einzelzimmer.

Krankenversicherungsbeiträge sind steuerlich absetzbar bis zu 672 € pro Jahr und Haushaltsmitglied (Artikel 111 L.I.R.). Grenzgänger sind über die luxemburgische CNS versichert, erhalten aber Behandlungen in ihrem Wohnsitzland über das S1-Formular.

Die richtige Wahl treffen

Die CNS erstattet gut, aber nicht alles: 88 % der Konsultationen beim Haus- oder Facharzt (100 % unter 18), 80 % bei Zahnprothesen (100 % nur mit nachgewiesener jährlicher Vorsorgeuntersuchung in den zwei Vorjahren), und bei der Optik ein Gestell mit 30-€-Obergrenze alle drei Jahre. Einzelzimmer im Krankenhaus, Honorarüberschreitungen und ein Großteil von Zahn- und Augenleistungen bleiben Eigenanteil, genau hier setzen die Zusatzversicherungen an.

Zwei Modelle konkurrieren: Die Mutualität (CMCM) arbeitet ohne Gesundheitsfragen und Altersgrenze, versichert die ganze Familie ohne Aufpreis mit und kennt nur eine Wartezeit von 3 Monaten; ihre Stufen (Régime Commun, Prestaplus, Denta & Optiplus) reichen bis 3.500 €/Jahr für Zahnprothesen und 1.000 € pro Auge für Laserchirurgie. Private Versicherer prüfen die Gesundheit, bieten dafür höhere Obergrenzen: DKV (LALUX-Gruppe) bis zur ersten Klasse mit Chefarzt, 500 € Optik alle 2 Jahre und 3.000 € Laser im Tarif EASY HEALTH; Foyer bietet medicis als hospi+ (Krankenhaus) und confort (inklusive Alltagsleistungen); AXA gliedert OptiSoins in Start, Active und Privilège. Neugeborene sind im ersten Jahr gratis mitversichert.

Steuerlich: Prämien der Zusatzkrankenversicherung sind als Sonderausgaben (Art. 111 L.I.R.) bis 672 € pro Jahr und Person des Steuerhaushalts absetzbar. Mutualitätsbeiträge eingeschlossen.

Die wirklich entscheidenden Kriterien

  • Gesundheitsprüfung: keine bei CMCM; Fragebogen bei DKV, Foyer und AXA.
  • Wartezeiten: meist 3 Monate, bis zu 8 Monate für Zahn, Entbindung und Psychotherapie bei DKV, bei Vorversicherung oft erlassen.
  • Obergrenzen Zahn und Optik: hier unterscheiden sich die Angebote am stärksten.
  • Einzelzimmer: der häufigste Abschlussgrund. Bedingungen prüfen (Chirurgieklasse, alternative Tagegeld-Leistung).
  • Auslandsdeckung: freie Krankenhauswahl in Europa bei Foyer medicis, internationale Assistance bei CMCM.

Zahn und Kieferorthopädie: Was die CNS wirklich erstattet

Beim Zahn ist die Lücke zwischen CNS-Tarif und tatsächlicher Rechnung am größten. Konservierende Routinebehandlungen werden zu den Vertragstarifen übernommen, Prothesen (Kronen, Brücken, Implantate) jedoch nur zu 80 %, und zu 100 % nur mit nachgewiesener jährlicher Vorsorgeuntersuchung in den zwei Vorjahren. Kieferorthopädie wird nur unter strengen Bedingungen übernommen (vorherige Genehmigung der CNS, Behandlungsbeginn im Kindesalter): Für Erwachsene bleibt der Großteil der Kosten Eigenanteil. Genau hier zahlen sich Zusatzversicherungen aus: bis zu 3.500 €/Jahr für Zahnprothesen plus ein einmaliges Budget von 2.000 € für Erwachsenen-Kieferorthopädie bei der CMCM (Stufe Denta & Optiplus), Zahnbausteine bei DKV, Foyer medicis confort und AXA OptiSoins, wobei die Zahn-Wartezeit von bis zu 8 Monaten bei DKV zu beachten ist. Unsere Seite Krankenversicherung erklärt die Leistungen Posten für Posten.

Allein, zu zweit oder mit Familie: Welche Formel passt

Die Familienstruktur verändert die Rechnung grundlegend. Die CMCM erhebt einen einzigen Haushaltsbeitrag und versichert Partner und Kinder ohne Aufpreis mit: Je größer die Familie, desto schwerer ist die Mutualität zu schlagen (36,73 €/Monat im öffentlichen Rechner für Régime Commun + Prestaplus, Altersgruppe 30-39, Erhebung August 2026). Private Versicherer tarifieren jede Person nach Alter: wettbewerbsfähig für gesunde Alleinstehende, steigt die Familienprämie mit jedem Kopf, auch wenn AXA Neugeborene im ersten Jahr gratis mitversichert. Zur Erinnerung: Die CNS erstattet Konsultationen unter 18 bereits zu 100 %, eine Kinder-Zusatzversicherung lohnt sich also vor allem für Zahn, Optik und Einzelzimmer. Steuerlich gilt der Abzugshöchstbetrag von 672 € pro Person des Haushalts: Ein Paar mit zwei Kindern kann bis zu 2.688 € pro Jahr absetzen (Art. 111 L.I.R.). Neu in Luxemburg? Unser Guide für Neuankömmlinge erklärt die CNS-Anmeldung und die Mitversicherung der Familie.

Grenzgänger: Zusatzversicherung auf welcher Seite der Grenze?

Wer in Deutschland wohnt und in Luxemburg arbeitet, ist über den Arbeitsvertrag bei der CNS pflichtversichert und wird dank des S1-Formulars zugleich im deutschen System behandelt. Grenzgänger können sich also auf beiden Seiten der Grenze versorgen lassen. Für die Zusatzversicherung heißt das: Entscheidend ist, wo Sie sich tatsächlich behandeln lassen. Eine luxemburgische Komplementärversicherung erstattet nach den luxemburgischen Tarifen (CNS-Restkosten, Einzelzimmer in luxemburgischen Kliniken); die CMCM steht auch Grenzgängern offen und versichert die Familie beitragsfrei mit. Wer überwiegend in Deutschland zum Arzt geht, sollte dagegen prüfen, ob eine deutsche Zusatzpolice die Lücken dort besser schließt, oft ist die Kombination aus beidem die wirtschaftlichste Lösung.

Ihre Fragen, unsere Antworten

Reicht die CNS nicht aus?

Für die Alltagsversorgung ist die CNS eine sehr gute Basis (88 % der Konsultationen). Aber das Einzelzimmer wird nicht übernommen, Zahnprothesen werden ohne dokumentierte Vorsorge nur zu 80 % erstattet, und die Optik ist auf ein 30-€-Gestell alle drei Jahre begrenzt. Ein Krankenhausaufenthalt oder eine große Zahnbehandlung kann mehrere tausend Euro Eigenanteil bedeuten.

Mutualität (CMCM) oder privater Versicherer (DKV, Foyer, AXA)?

Die CMCM nimmt jeden auf, ohne Gesundheitsfragen und Altersgrenze, und versichert die Familie ohne Aufpreis mit, dafür mit moderateren Obergrenzen. Private Versicherer prüfen beim Einstieg, bieten aber höhere Leistungen (erste Klasse, höhere Optik- und Laser-Obergrenzen). Die richtige Wahl hängt von Alter, Gesundheit und Familiensituation ab.

Gibt es Wartezeiten?

Ja, fast überall: in der Regel 3 Monate (CMCM-Stage, allgemeine DKV-Wartezeit), bei DKV bis zu 8 Monate für Entbindung, Zahn und Psychotherapie. Bei nachgewiesener Vorversicherung werden sie oft erlassen, beim Abschluss unbedingt ansprechen.

Was erstattet die CNS beim Zahnarzt und bei Kieferorthopädie?

Routinebehandlungen werden zu den Vertragstarifen übernommen, Prothesen (Kronen, Implantate) jedoch nur zu 80 %, oder zu 100 % mit dokumentierter jährlicher Vorsorge in den zwei Vorjahren. Kieferorthopädie erfordert eine vorherige Genehmigung der CNS und einen Behandlungsbeginn im Kindesalter; für Erwachsene bleibt der Großteil Eigenanteil. Hier übernehmen die Zusatzversicherungen: bis zu 3.500 €/Jahr für Prothesen plus ein einmaliges Budget von 2.000 € für Erwachsenen-Kieferorthopädie bei der CMCM, Zahnbausteine bei DKV, Foyer und AXA.

Ich bin Grenzgänger aus Deutschland: Wo brauche ich die Zusatzversicherung?

Als Grenzgänger sind Sie über den luxemburgischen Arbeitsvertrag CNS-versichert und werden dank des S1-Formulars auch in Deutschland behandelt. Entscheidend ist, wo Sie tatsächlich zum Arzt gehen: Eine luxemburgische Komplementäre (die CMCM steht Grenzgängern offen) deckt die CNS-Restkosten und das Einzelzimmer in luxemburgischen Kliniken; für Behandlungen überwiegend in Deutschland kann eine deutsche Zusatzpolice sinnvoller sein, oder die Kombination aus beidem.

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