Expat-Versicherungen in Luxemburg im Vergleich

Ein Überblick über die wichtigsten internationalen Krankenversicherer für Expats und Grenzgänger in Luxemburg.

Wichtigste Expat-Versicherer

Global Health

In Luxemburg ansässig
  • Internationaler Krankenversicherer der Foyer-Gruppe mit Sitz in Luxemburg (vormals Foyer Global Health und Globality Health)
  • Journey-Reihe mit fünf Tarifen, von Short (3 bis 9 Monate, 500.000 €) bis Advanced und Premium ohne Jahreshöchstbetrag
  • Selbstbehalte und Zuzahlungen wählbar; weltweit oder weltweit ohne USA
  • Telekonsultations-App, mehrsprachige Assistance rund um die Uhr, Evakuierung und Rücktransport

Allianz Care

Globales Netzwerk
  • Drei Stufen: Care Base (1,35 Mio. $), Care Enhanced (2,7 Mio. $), Care Signature (5 Mio. $)
  • Inklusive Dienste: Telehealth Hub, Expat-Assistance-Programm, Reisesicherheit
  • Zonen: weltweit, weltweit ohne USA, Afrika oder Europa; Optionen ambulant und Zahn
  • Mutterschaft ab Care Enhanced; Kinderwunschbehandlung mit der ambulanten Option von Care Signature

Cigna Global

Modulare Pläne
  • Drei Kernstufen: Silver (1 Mio. $), Gold (2 Mio. $), Platinum (unbegrenzt)
  • Optionale Module: ambulant, medizinische Evakuierung, Gesundheit und Wohlbefinden, Sehhilfen und Zahn
  • Platinum deckt alle stationären, Krebs- und psychischen Behandlungen vollständig
  • Weltweite Abdeckung mit optionaler USA-Einbeziehung; ab 18 Jahren, ohne Altersgrenze

April International

Vier Tarife
  • MyHealth International: vier Tarife, Explore (500.000), Essential (1,5 Mio.), Extensive und Elite bis unbegrenzt
  • Optionen: ambulant, Zahn und Optik, Mutterschaft (setzt die ambulante Option voraus)
  • Keine Vorauszahlung bei Krankenhausaufenthalt, unbegrenzte Telekonsultation
  • Für Expats, Familien, internationale Ruheständler und digitale Nomaden

Vergleich zuletzt aktualisiert im September 2026, auf Basis der öffentlichen Unterlagen der Versicherer. Unsere Methode: Wir lesen die öffentlichen Unterlagen jedes Versicherers, vergleichen Garantien, Optionen und Ausschlüsse und fassen die wirklich relevanten Unterschiede zusammen. Wir sind unabhängig und kein Versicherer.

Besonderheiten des luxemburgischen Marktes

Luxemburg hat einen der höchsten Anteile ausländischer Einwohner in Europa: 46,6 % der Bevölkerung (STATEC, 1. Januar 2026). Ob angestellt oder selbstständig: Wer in Luxemburg arbeitet, ist automatisch bei der CNS versichert, die auch mitversicherte Angehörige deckt.

Eine internationale Krankenversicherung dient vor allem in drei Fällen: ohne Pflichtversicherung, etwa bei Ankunft ohne Arbeitsvertrag; bei Aufenthalten in Ländern ohne Abkommen mit Luxemburg wie den USA, wo die CNS Notfallbehandlungen nur zu Luxemburger Tarifen erstattet; und bei mobilen Karrieren, mit einer Police, die von Land zu Land mitgeht. Unser Artikel zur internationalen Krankenversicherung erläutert diese Fälle.

Die richtige Wahl treffen

Luxemburg zählt über 233.000 Grenzgänger (Q1 2026, STATEC), fast die Hälfte der Beschäftigten des Landes, aus Frankreich (über 126.000), Deutschland und Belgien. Für sie wie für ansässige Expats lautet die Frage nicht „welche Versicherung?“, sondern „wie greifen zwei Systeme ineinander?“.

Der zentrale Mechanismus für Grenzgänger ist das Formular S1: Über den Arbeitgeber bei der CNS angemeldet (Meldung an das CCSS binnen 8 Tagen nach der Einstellung), erhalten sie von der CNS das Anmeldeformular für die Kasse ihres Wohnlandes, die Krankenkasse in Deutschland (S1), die CPAM in Frankreich (S1/S072, in der Region Grand Est direkt übermittelt), die Mutualität in Belgien (BL1). Behandlung ist dann beiderseits der Grenze möglich: Die örtliche Kasse erstattet Behandlungen im Wohnland, die CNS jene in Luxemburg. Für die Familie meldet die Kasse des Wohnlandes die Angehörigen bei der CNS an. Die Zusatzversicherung wählt man auf der Seite, auf der man sich tatsächlich behandeln lässt: Unser Artikel zur Zusatzversicherung für Grenzgänger erläutert diese Wahl.

Auf der Angebotsseite: Foyer bietet medicis mit Novamut-Partnerschaft für die Direktabrechnung französischer Grenzgänger; LALUX hat ein Sonderangebot für Neuankömmlinge, ein Jahr Home Assistance gratis und 10 % Rabatt auf die erste Jahresprämie; DKV COMPLETE HEALTH deckt ab dem ersten Euro, auch ohne Anmeldung bei der Pflichtkasse; Global Health, der internationale Krankenversicherer der Foyer-Gruppe, im Februar 2026 aus Foyer Global Health und Globality Health hervorgegangen, bietet die Journey-Reihe bis ohne Jahreshöchstbetrag; April MyHealth International gibt es in vier Tarifen; Allianz Care und Cigna bieten internationale Pläne in drei Stufen. Wann ist eine internationale Police wirklich sinnvoll? Unser Artikel zur internationalen Krankenversicherung gibt die Antwort.

Die wirklich entscheidenden Kriterien

  • Das richtige Grundsystem: Eine Zusatzversicherung setzt auf dem System auf, das Sie erstattet, der CNS in Luxemburg, der örtlichen Kasse im Wohnland eines Grenzgängers.
  • Familiendeckung: Partner und Kinder sind nicht automatisch dabei, Mitversicherungsbedingungen prüfen.
  • Zeiten ohne Pflichtversicherung: Bei Ankunft ohne Arbeitsvertrag oder zwischen zwei Jobs schließt eine Erst-Euro-Deckung (DKV COMPLETE HEALTH, Global Health) die Lücke.
  • Behandlungszone: mindestens Wohnland und Luxemburg; weltweit, wenn Sie sich in Ländern ohne Abkommen mit Luxemburg aufhalten, etwa den USA, wo die CNS Notfallbehandlungen nur zu Luxemburger Tarifen erstattet.
  • Grenzüberschreitende Direktabrechnung: Die Partnerschaft Foyer-Novamut erleichtert französischen Grenzgängern den Alltag.

Für Grenzgänger aus Deutschland

Rund 53.000 Grenzgänger pendeln aus Deutschland nach Luxemburg, aus dem Raum Trier, dem Saarland und der Eifel. Für sie gilt dieselbe Systemlogik wie für alle Grenzgänger (CNS über den Arbeitsvertrag, Behandlung im Wohnland per S1-Formular, Fahrzeug im Wohnland versichert). Die luxemburgischen Versicherer beraten auf Deutsch und stellen deutschsprachige Vertragsunterlagen aus. Für Familien ist zudem die beitragsfreie Mitversicherung der Familie bei der CMCM interessant, die allen offensteht, die bei der CNS versichert sind und in einem Nachbarland wohnen.

Ihre Fragen, unsere Antworten

Grenzgänger aus Frankreich: Wie werde ich beiderseits erstattet?

Ihr Arbeitgeber meldet Sie binnen 8 Tagen über das CCSS bei der CNS an; danach stellt die CNS das Formular S1/S072 aus, mit dem Sie bei Ihrer CPAM angemeldet werden (in der Region Grand Est direkt übermittelt, sonst per Post an Sie). Die CPAM erstattet dann Behandlungen in Frankreich, die CNS jene in Luxemburg. Für Ihre Familie wendet sich die CPAM an die CNS: Prüfen Sie, ob das geschehen ist.

Ich bin gerade in Luxemburg angekommen: Bin ich sofort versichert?

Ihre CNS-Versicherung beginnt mit der Meldung durch den Arbeitgeber (binnen 8 Tagen). Wer ohne Arbeitsvertrag ankommt oder dessen Ehepartner nicht mitversichert werden kann, schließt die Lücke mit einer Erst-Euro-Deckung wie DKV COMPLETE HEALTH oder Global Health.

Reicht meine Zusatzversicherung aus dem Herkunftsland?

Für in Luxemburg wohnende Expats in der Regel nicht: Ein ausländischer Zusatztarif ist auf die Erstattungen seines eigenen Systems zugeschnitten, nicht auf die der CNS. Für Grenzgänger, die sich überwiegend im Wohnland behandeln lassen, ergänzt ein örtlicher Zusatztarif dagegen die Kasse, die sie erstattet: Entscheidend ist, wo Sie sich behandeln lassen.

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Erzählen Sie uns von Ihrer Situation - Herkunftsland, Familiengröße, Bedürfnisse. Ein zugelassener Partnerversicherer sendet Ihnen ein zu Ihrer Situation passendes Krankenversicherungsangebot.

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